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Wenn ich diese Welt schon betrachten muss, dann möchte ich auch etwas dazu anmerken.

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Ein Sack voll Klischees

Oktober 17th, 2009 · Keine Kommentare

Wenn man den Namen Günther Wallraff hört, dann hört man schon einmal auf. Wer erinnert sich nicht an die Sternstunden des Enthüllungsjournalismus wie seine Bild-Trilogie oder die Erlebnisse des türkischen Gastarbeiters Ali in “Ganz unten”?  Einerseits waren es die teilweise schockierenden Fakten, aber auch der Mut eines Günter Wallraff und seine ungewöhnliche Methode der Recherche haben mich sehr beeindruckt. Es ist sicher schwer, auf Derartiges noch etwas drauf zu setzen. Noch dazu, wo mit dem wachsenden Bekanntheitsgrad eines Günter Wallraff und auch dem fortschreitenden Alter bestimmte Dinge dann doch nicht mehr möglich sind. Da wird es denn auch für einen Undercover-Journalisten Zeit, sich um zu orientieren. Oder man könnte auch sagen eine Weiterentwicklung zu betreiben. Einem Günter Wallraff hätte ich es zugetraut. Doch offensichtlich war das eine Täuschung. Denn Günter Wallraff tut das, was er schon vor 30 Jahren getan hat. Er verkleidet sich und will so etwas aufdecken. Doch in der Zwischenzeit werde ich den Eindruck nicht los, dass es dabei vornehmlich um den Absatz seiner Produkte bei der Zielgruppe geht.

So ist mit den Jahren aus dem Enthüllungsjournalisten ein Empörungsjournalist geworden. Einer, der aus seinem ach so edlem Kölner Elfenbeinturm von ZEIT zu ZEIT nach unten steigt, um dem geneigten Publikum, im ZEIT-Magazin, zwischen Wirtschaftsteil und Feuilleton die kleine Gewissensberuhigungsempörung beschert. So war es schon bei seinem Beitrag “Unser täglich Brötchen”.  Darin zeigt er die Situation in einer Backfabrik auf, die Lidl beliefert. Doch was ist seine Antwort auf die Situation der Niedriglöhner?

An dieser Stelle befanden Sich einige Zitate und Links zu den hier beschriebenen Meldungen. Da das Zitieren in Deutschland ein Verbrechen ist ( siehe hier), wurden diese Zitate entfernt.

Ja, das ist einfach. Jedenfalls für den durchschnittlichen Leser der ZEIT. Der kauft seine Brötchen ja eh nicht beim Lidl. Dank Wallraff kann er sich also zu den Guten rechnen. Das es Menschen gibt, die gar keine Wahl zum Discounter haben reflektiert Günter Wallraff dabei nicht. Denn dann würde es wesentlich komplexer und komplizierter. Dann müssten sich Wallraffs Leser auch die Frage stellen, welche Rolle sie in diesem System spielen, das diese Zustände schafft. Mit Brötchen aus dem Bioladen ist es da nicht getan.

Nun hat Günter Wallraff wieder ein Honorar bei der ZEIT erwirtschaftet. Wieder hat er sich dabei einer Gruppe Menschen bedient, deren Probleme er glaubt, ausbeuten zu können. Es mag ja sehr honorig sein, den alltäglichen Rassismus in der deutschen Gesellschaft aufzuzeigen. Doch was Günter Wallraff in seinem Artikel “In fremder Haut” abliefert ist einfach nur eine platte Aneinanderreihung von Klischees. Er behauptet etwas gegen den Rassismus tun zu wollen und bedient eigentlich nur die Art von Rassismus, die seine Anhänger pflegen. Das dazu noch auf eine ganz billige und reißerische Art und Weise. Diese hilft den Opfern des Rassismus in keinster Weise. Sie benutzt diese Menschen lediglich.

Er hat sich, selbstverständlich professionell, als Afrikaner “umspritzen”  lassen. Solcherart verkleidet begibt er sich nun an verschiedene Orte wo er den Rassismus aufdecken will. Das sind allerdings keinesfalls Orte, wo uns ein Rassismus überraschen würde. Nein, Wallraff geht dahin, wo er möglichst spektakulären Rassismus findet und nicht die Gefahr gerät, den eventuellen Rassismus seiner Leser aufzuspüren. Getreu der Formeln “Camper sind Proleten und Proleten sind Rassisten”, “Osten ist gleich Rassismus”,  und “Bayern wählen CSU darum mag man sie nicht” , hangelt sich sein Artikel von Tiefpunkt zu Tiefpunkt.

Dabei macht er dann auch schon einmal den “Typ Gymnasiallehrer für Physik und Mathematik” aus. Leider verschweigt er, woran er diesen Typ erkennt. Ist es die Hautfarbe, Gesichtsform oder woran erkennt man diesen Typ denn so. Ich persönlich hatte ja nur Mathe und Physik an der POS. Die dortigen Lehrer waren jedenfalls ziemlich unterschiedlich.  Doch er kann noch tiefer. Die Geschichte mit der Verkäuferin im Juweliergeschäft ist der nächste Schritt in den Keller der Polemik.

An dieser Stelle befanden Sich einige Zitate und Links zu den hier beschriebenen Meldungen. Da das Zitieren in Deutschland ein Verbrechen ist ( siehe hier), wurden diese Zitate entfernt.

Die Verkäuferin hatte eine diffuse und eigentlich unbegründete Angst in dieser Situation. Das muss nicht einmal bewusster Rassismus gewesen sein. Doch wie begegnet Günter Wallraff dieser Angst? Er provoziert diese Angst ganz bewusst und nutzt sie dann schamlos für seine Zwecke aus. Die Ängste und Sorgen einer kleinen Verkäuferin sind Günter Wallraff weniger Wert als die Bedienung des simplen Abziehbildes. Sein nächstes Opfer ist ein Campingplatzbesitzer im Teutoburger Wald. Auch hier wieder ist es Wallraff selbst, der eine Situation herbeiführt, die es ihm erlaubt einen anderen Menschen als Rassisten betiteln zu dürfen und eine ganze Gruppe von Menschen gleich mit. Ich gebe zu, dass ich auch gerne einmal über die Camper und die Dauercamper im im besonderen lästere. Ich habe sogar einen Kollegen, der seinen Urlaub so verbringt. Der hat übrigens auch einen Kleingarten in Berlin-Marzahn.

Womit wir auch schon am nächsten Ort von Wallraffs ach so spektakulären Enthüllungen sind. Getreu der mathematischen Floskel quod erat demonstrandum findet er den nächsten Rassismus selbstverständlich dort. Er hätte auch in Spandau, Reinickendorf, Neukölln oder Schöneberg aufs Amt gehen können. Auch dort hätte er sich um einen Kleingarten bewerben können. Doch darum ging es  Wallraff offensichtlich nicht. Er brauchte Marzahn. Denn nur so passt es in das vorgefertigte Weltbild. Dabei gelingt es ihm dann, wohl eher ungewollt, einem von den LINKEn regierten Bezirk als einen Hort des Rassismus zu deklarieren. Tja, das passiert eben, wenn man sich vorher auf das Ergebnis der Recherche festgelegt hat. Glücklicherweise muss es in Marzahn noch andere Gartenfreunde geben. Denn mein oben erwähnter Kollege hat dort ja einen Garten, und das obwohl er eine schwarze Hautfarbe hat. Doch ich glaube, dass wird zu kompliziert für Günter Wallraff und seine Jünger.

Aber Günter Wallraff kann noch platter. Er kann es richtig platt. Wie schlimm der Rassismus im Osten ist, beweist er ausgerechnet mit dem Besuch eines Fußballspieles zwischen Energie Cottbus und Dynamo Dresden. Als ob sich alle Menschen mit schwarzer Hautfarbe nur danach sehnen mit den Hooligans von Dynamo Dresden, in einem Bus sitzen zu dürfen. Dämlicher geht es ja wohl kaum. Man muss nicht einmal ein Schwarzer sein, um diese Leute, ganz freiwillig zu meiden. Es hat auch nichts mit Enthüllung zu tun, wenn Herr Wallraff in dieser Gesellschaft eine starke Fremdenfeindlichkeit feststellt. Das ist eine bereits allseits bekannte Tatsache. Genau aus diesem Grund muss der Staat auch starke Sicherheitskräfte aufbieten. Denn nur so kann er verhindern das andere Menschen Opfer dieser dumpfen Gewaltbereitschaft werden. Da ist es eine Frage der Vernunft diese Arbeit zu unterstützen und sei es nur durch eine kluge Nichtanwesenheit.

Es wäre sicherlich auch interessant die wahres Ursachen dieses Feuers aus Hass zu finden und so zu seinem Erlöschen beizutragen. Doch das ist nicht Wallraffs Sache. Der gießt lieber noch Öl hinein. Schließlich braucht er es für seine Zwecke lichterloh. Wie anders soll man seine Mitfahrt im Fan-Zug der Dresdner beurteilen. Eine Einrichtung, die nur den Zweck der Abgrenzung der kriminellen Gewalttäter dient. Er aber will den Konflikt und er benutzt die Menschen um auch hier wieder sein vorgefertigtes Feindbild bestätigt zu sehen. Dabei setzt mit seiner Provokation selbst die Gesundheit der mitfahrenden Beamten aufs Spiel. Das hat nichts mehr mit Journalismus zu tun, das ist einfach unverantwortlich und egoistisch.

Natürlich kennt er die Ursachen der auch so viel größeren Fremdenfeindlichkeit im Osten sehr genau. Sie liegen in der Politik der DDR. Das ist aber auch nichts Neues. Das hat die CDU schon vor Wallraff herausgefunden.

Was folgt ist noch ein alibihafter Seitenhieb auf die Bayern und die Wohlhabenden in Köln-Nippes. Dann er schminkt er sich ab und entsteigt wieder in seinen ehrenhaften Elfenbeinturm im auch so obertolleranten, glücklichen,  wunderschönen und völlig antirassistischen Köln-Ehrenfeld. Seine Leser können beruhigt ihr Croissant in den Michkaffee tunken. Denn sie sind schließlich keine Camper, Marzahner, unterbezahlten Verkäuferinnen, Laubenpieper, Polizisten, Ostdeutsche oder bayrische Stammtischbrüder. Sie sind einfach nur die Guten.

P.S.: Fast hätte ich es vergessen. Das Ganze gibt es dann auch noch als Kinofilm. Vermarktung auf ganzer Ebene. Nicht so wie 1900 bei Hagenbeck sondern 2009 politisch korrekt. Man darf auf das Merchandising gespannt sein.

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