Warum sollte man nicht tief bestürzt sein, wenn ein Mensch stirbt. Wenn man diesem Menschen auch noch persönlich nahe steht, ihn schätzt und achtet, dann ist auch ein besonders großes Maß an Trauer mehr als normal. Das man nun diese Trauer und Bestürzung auch in der Öffentlichkeit kundtut ist ebenfalls legitim. Doch warum benutzt man dafür nicht sein eigenes Geld?
Sollte der so betrauerte es dann doch nicht wert gewesen sein? Dem österreichischen Finanzminister Pröll und seinen beiden Staatssekretären Lopatka und Schieder waren die Todesanzeigen für den Büroleiter Lopatkas auch kein eigenes Geld wert. Sie ließen da lieber die österreichischen Steuerzahler blechen. Die allerdings nicht wenig. Ganze 100 000 Euro (in Worten: hunderttausend) Steuergeld gaben sie für diese außergewöhnliche Trauerarbeit aus. Ich enthalte mich einmal der Wertung, der Höhe dieser Summe, im Vergleich zu anderen Trauerfällen der Republik Österreich.
Das Einzige was mich dann doch schon verwundert ist die Frage, was bitteschön haben die Ehefrau und seinen zwei kleinen Kinder davon, wenn so viel Geld an irgendwelche Tageszeitungen fließt?
[Quelle: pressetext.austria / 100.000 Euro Steuergeld für eine Traueranzeigen]


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