Als hätte die erbärmliche Vorstellung von Frau Schickedanz in der BILD-Zeitung noch nicht gereicht, wird an selbiger Stelle noch nachgelegt. Man kann es kaum glauben wer sich dort zu Wort meldet. Ich habe es auch nicht geglaubt. Nur so beim Durchsehen der Nachrichte bin, bei n-tv auf die folgende Nachricht gestoßen. “Middelhoff trauert um Quelle” – Da zuckt man schon einmal zusammen. Wie bitte – fragt man sich, und das kann doch nicht war sein. Doch es ist war.
Es ist leider war muss man sagen. Denn das sich jetzt, wo für viele Mitarbeiter von Quelle eine Welt zusammenbricht, ausgerechnet wieder der Herr Middelhoff das Wort erhebt ist wirklich der Gipfel. Was für einen überaus schäbigen Charakter braucht es zu solchem Handeln. Erst wirtschaftet er den ganzen Laden in Grund und Boden. Dabei füllt er sich ungeniert die Taschen. Auf den ganzen Mist den er gebaut hat ist er dann auch noch stolz. Wenn es also ein Standartbeispiel für das Negativimage eines Managers bräuchte, wer wäre besser geeignet als Thomas Middelhoff?
Eigentlich könnte er sich mit dem ganzen Geld einfach irgendwo zur Ruhe setzen. Sich seines gelungenen Raubzuges erfreuen, die Opfer müde belächeln und wenigstens seine Fresse halten. Doch genau letzteres kann er nicht. Der ist anscheinend dermaßen von sich selbst überzeugt, dass er den Mist den er da gefaselt hat auch selber glaubt. Das könnte man getrost als das Problem eines offensichtlich gestörten abtun. Doch leider ist es das nicht alleine. Denn wie fühlen sich dabei die Mitarbeiter von Quelle? Als ob sie momentan nicht schon am Boden genug sind, tritt dieser Lump noch nach. Denn bei seiner “Trauer” geht es beileibe nicht um die Menschen bei Quelle. Ihm geht es ausschließlich um seine persönliche Reputation. Die und nur die versucht er hier zu retten. Darum will er die ganze Schuld an dem Desaster noch schnell seinem Nachfolger in die Schuhe schieben.
Doch wenn er geglaubt hat, er würde wenigsten bei den Lesern der BILD-Zeitung noch damit durchkommen, dann irrt er. Denn selbst die haben ihn schon längst durchschaut. Das zeigen jedenfalls die Kommentare auf den Artikel. Es bleibt also zu hoffen, dass der Herr Middelhoff als Manager endlich abgewirtschaftet hat. Den abgewirtschaftet hat er Andere ja mehr als genug.


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