Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-settings.php on line 512 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-settings.php on line 527 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-settings.php on line 534 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-settings.php on line 570 Strict Standards: Declaration of Walker_Page::start_lvl() should be compatible with Walker::start_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1199 Strict Standards: Declaration of Walker_Page::end_lvl() should be compatible with Walker::end_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1199 Strict Standards: Declaration of Walker_Page::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1199 Strict Standards: Declaration of Walker_Page::end_el() should be compatible with Walker::end_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1199 Strict Standards: Declaration of Walker_PageDropdown::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1244 Strict Standards: Declaration of Walker_Category::start_lvl() should be compatible with Walker::start_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1391 Strict Standards: Declaration of Walker_Category::end_lvl() should be compatible with Walker::end_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1391 Strict Standards: Declaration of Walker_Category::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1391 Strict Standards: Declaration of Walker_Category::end_el() should be compatible with Walker::end_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1391 Strict Standards: Declaration of Walker_CategoryDropdown::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/classes.php on line 1442 Strict Standards: Redefining already defined constructor for class wpdb in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/wp-db.php on line 306 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/cache.php on line 103 Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Object_Cache in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/cache.php on line 431 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/query.php on line 61 Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/theme.php on line 1109 Strict Standards: Declaration of Walker_Comment::start_lvl() should be compatible with Walker::start_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/comment-template.php on line 1266 Strict Standards: Declaration of Walker_Comment::end_lvl() should be compatible with Walker::end_lvl(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/comment-template.php on line 1266 Strict Standards: Declaration of Walker_Comment::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/comment-template.php on line 1266 Strict Standards: Declaration of Walker_Comment::end_el() should be compatible with Walker::end_el(&$output) in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/comment-template.php on line 1266 Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Dependencies in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/class.wp-dependencies.php on line 31 Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Http in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/http.php on line 61 Strict Standards: call_user_func_array() expects parameter 1 to be a valid callback, non-static method GoogleSitemapGeneratorLoader::Enable() should not be called statically in /home/.sites/565/site677/web/wp-includes/plugin.php on line 339 Haiti – Das unselige Nehmen nach dem seligen Geben

Weblog

Wenn ich diese Welt schon betrachten muss, dann möchte ich auch etwas dazu anmerken.

Weblog header image 2

Haiti – Das unselige Nehmen nach dem seligen Geben

Januar 27th, 2010 · 1 Kommentar

Die menschliche Gesellschaft mag in ihren Beziehungen oft kompliziert und vielschichtig erscheinen. Da ähnelt sie dem Universum. Es lassen sich dann beide doch nur jeweils in einer Formel zusammenfassen. Um die Formel des Universums herauszufinden, brauchten die Menschen schon einige Zeit und eine Genie wie Albert Einstein noch dazu. Die eigene Formel kennen sie dafür schon seid Urzeiten. Auch beim Verstehen gibt es einen gewaltigen Unterschied. Während der Großteil der Menschheit sich bis heute keinen Reim aus E = mc² machen kann, versteht sie das Prinzip, wenn Einer gewinnt muss ein Anderer verlieren, von Kindesbeinen an.

In Haiti wird dieses Prinzip derzeit anschaulich vorgeführt werden. Das geschieht dort nicht zum ersten Mal in der Geschichte. Denn genaugenommen sind die Haitianer die notorischen Verlierer dieser Welt. Da wundert es nicht das sich denn auch die üblichen Absahner einfinden, um ihren Schnitt zu machen. Was ihnen auch sicher wieder gelingen wird. Denn die Menschen in Haiti haben gar keine Wahl. Durch die traurige Geschichte dieses Landes und unter stets tatkräftiger Mitwirkung der heutigen Gewinner, standen sie schon längst mit dem Rücken zu einer brüchigen Wand. Diese nun hat das schreckliche Erdbeben vom 12. Januar 2010 endgültig zum Einsturz gebracht. Sie haben nun die Wahl in den endgültigen Abgrund zu stürzen oder nach den Händen, der Profiteure zu greifen. Genaugenommen handelt es sich dabei aber nicht um Hände. Denn bekanntlich haben Geier und die Aasgeier im besonderen ja nur Krallen. Doch diese Feststellung ändert für die Haitianer nicht das Geringste. Die Geier treffen sich nun auch um die Beute zu zerteilen. Als Erstes schon einmal im kanadischen Montreal. Es ging um die grobe und kurzfristige Festlegung der Hackordnung. Doch auch was das Fressen der Zukunft betrifft, so hat man schon ein weiteres Menügespräch vereinbart.

Wer bei der ganzen Sache den größten Appetit verspürt und sich auch schon die größten Brocken gesichert hat brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Man sollte dort einmal über eine Änderung des eigenen Wappentieres nachdenken. Denn ein weiß befiederter Adlerkopf sieht ziemlich unansehnlich aus, wenn man ihn ständig mit Blut bespritzt. Ich empfehle einfach die Gestalt des Vogels, dessen Greifwerkzeuge man ja sowieso verwendet. Ich weiß, das wir das wohl nicht erwarten dürfen.

Doch nun wieder zum Wesentlichen. Da ja nun die Haitianer gerade mal wieder am kräftigen Verlieren sind, sollte man mal über den Gewinn nachdenken. Denn wer denkt, das bei Habenichtsen auch Nichts zu holen sei, der irrt. Der moderne Kapitalismus nennt sich ja nicht umsonst “modern”. Der nimmt zwar auch was er in der Gegenwart bekommen kann, doch besonders mag er die Beute der Zukunft. Man spricht dann nicht mehr von rauben, sondern von “investieren”. So kann man sein Opfer bestehlen, bevor es überhaupt erst einmal seinen Besitz erlangt. Wie schon bemerkt war und ist Haiti gerade dafür ein Paradebeispiel.

Da haben wir als Erstes Frankreich. Dieses Traumland der deutschen Traumzaubertänzer. Da wo alle automatisch frankophon und frankophil sind. Das Land der Liebe, des überteuerten Rotweins und der Baskenmütze. Man fühlte sich wohl etwas benachteiligt beim Zerteilen des Kadavers. Schließlich hatte man doch ältere Rechte. Die Franzosen haben das Haitiauspressen doch quasi erst erfunden. Schon bei der Gründung dieses glücklosen Staates haben sie ihre Blutsaugerzähne eingeschlagen und ihm den Lebenssaft ausgesogen. Das im Übrigen derart gründlich, dass man es getrost als Fundament der jetzigen Situation bezeichnen kann. Wohl das einzige Fundament das das Erdbeben unbeschadet überstanden hat. Nicht zu vergessen sollte man auch die rührende Fürsorge für den Herrn Duvalier junior, oder besser gesagt “Baby Doc”. So erklärt sich denn auch der Futterneid gegenüber nächsten Spießgesellen der globalen Räuberbande.

Doch das nützt unseren Freunden in Paris nicht viel. Denn schließlich reden wir da nicht von irgendeinem Gangsterkumpanen. Es sind die Anführer der Räuberbande, ja die unumstrittenen Paten des Syndikats. Ich hatte sie oben schon einmal erwähnt. Die haben, wie üblich, schon ihren Teil der Beute markiert. Selbstverständlich handelt es sich dabei um die fettesten Stückchen. Das ist aber nur allzu verständlich. Die Franzosen haben zwar das Fundament gelegt. Doch die dazugehörige Pressmühle haben später die USA erreichtet und immer in Betrieb gehalten. Sie haben regelmäßig in Haiti “investiert”. Dieses kontinuierliche Plündern wollen sie nun beim großen Griff in die Kasse nicht gerne unterbrechen. Nach alt bekannten Muster bedienen sich die Paten auch wieder ihres Consigliere. Auch bekannt unter dem Namen UNO. Doch dazu später.

Bleiben wir erst einmal bei der Beute. Was ist denn da so zu haben. Nun da wäre erst einmal das Land selbst. Die USA haben dafür gesorgt, dass sie ein riesiges Heer von Habenichtsen vor ihrer Haustür angesammelt hat. Und just dort sollen sie auch bleiben. Da es jedoch mit zunehmenden Druck schwerfällt, die Luke dicht zu halten. Gerade wenn es ordentlich rüttelt, gilt es mal wieder die Dichtungen zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu justieren. Darum schickt man auch zuerst die Justierer. Wenn die schon einmal da sind, können sie auch gleich beim Aufbauen helfen. Wenn es ums Aufbauen geht, dann ist damit die schon erwähnte Pressmühle gemeint. Schließlich redet man ja vom Wiederaufbau. Wer will schon etwas Neues aufbauen, wenn ihm das Alte doch so dienlich war. Wozu also der Aufbau von Strukturen, die Haiti zu einem Gemeinwesen machen, das sich dann unabhängig und selbstständig entfalten kann? Was nützen denn den USA haitianische Bauern die eine Versorgung ihres Landes mit Lebensmitteln ermöglichen? Dann kauft dort ja keiner mehr die Überschussproduktion der US-Landwirtschaft mehr auf. Welchen Sinn hätte eine “Hilfe” an deren Ende ein selbstbewusstes Land entsteht, das sich nicht zum Militärstützpunkt hin erpressen lässt? Mal ganz abgesehen davon, dass eine “industrielle Entwicklung” höchstens zum Aufbau von Billigproduktionen führen darf. Jetzt wo sich die Chinesen plötzlich zu fein werden die Barbiepuppen, für einen Hungerlohn zu bemalen. Da braucht es neue Arbeitsbienen.

Das dürfte wohl auch der Grund sein, warum sich genau jene auch in den Kreis der globalen “Helfer” eingereiht haben. Denn das muss man China lassen. Das ehemalige Entwicklungsland hat sich tatsächlich weiterentwickelt. Die Wertung der Richtung überlasse ich dem Leser. Auf jeden Fall sind die Chinesen gute Geschäftsleute. Auch bei denen bekommt man nichts geschenkt.

Selbstverständlich gehört auch Deutschland zum Mob. Wir waren und wir sind immer dabei. Es ist zwar nicht so spektakulär wie bei den Anderen. Doch nicht weniger einträglich. Was da alles so fleißig gespendet wird, das wird auch dringend gebraucht. Man muss die Medikamente, Medizin- und andere Technik schließlich kaufen. Darum lohnt es sich momentan in die entsprechenden Aktien zu investieren. Gottschalk und Bild haben ordentlich gesammelt. Das füllt die Auftragsbücher und freut die Anteilseigner. Denn so eignen sie sich ordentlich was von der Katastrophe an. Jedenfalls den angenehmen Teil. Den Rest lassen sie ja den Haitianern. Man könnte es fast positiv sehen. Denn irgendwie schafft das Erdbeben auch Arbeitsplätze. An einigen Orten der Welt auf jeden Fall, außer natürlich in Haiti.

Ich könnte nun auch noch einige weitere im Kreise der Helferländer aufzählen. Doch das wird langweilig. Denn eigentlich haben sie alle die gleichen Hintergedanken. Nur darum sind sie doch auch so freigiebig. Gut, Nigeria lasse ich mal außen vor. Deren Spende fand ich dann doch rührend. Denen geht es nicht anders als Haiti. Da zeigt ein Verlierer Solidarität mit einem anderen Loser der Geschichte. Doch das hat mich ehrlich berührt, ja eigentlich schon beschämt.

So nun, wie versprochen, noch etwas zur UNO. Da hatten sich die USA alle Mühe gegeben, die Landbevölkerung in die Slums von Port-au-Prince zu treiben. Denn nur wenn die Menschen ihre Scholle verlassen, werden sie zu ausweglosen “Kunden” der US-Lebensmittelindustrie. Das Erbeben jedoch hat zu einer Gegenbewegung geführt. Aus Angst vor Hunger und Seuchen fliehen die Menschen nun zurück aufs Land. Es besteht also die Gefahr, dass sie wieder anfangen irgendwelche Früchte anzubauen. Die würden sie früher oder später dann auch noch an ihre Landsleute verkaufen. Was bei den oben genannten zu Absatzeinbrüchen führt. Doch zum Glück gibt es ja Hilfe für Haiti. In diesem Fall wird Abhilfe geschaffen, und zwar eben an jenen Umsatzeinbrüchen. Denn mit all den gesammelten Spenden hilft man nicht der dortigen Landwirtschaft zu steigender Effizienz. Nein, damit werden die Lebensmittel bezahlt, welche man dann großherzig und kostenlos verteilt. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen braucht man all die Spendenmillionen gar nicht erst nach Haiti zu bringen. Man überweist sie einfach direkt auf die Konten der Lebensmittelkonzerne. Wenn es die Lebensmittel sowieso gratis zu haben sind, sieht der Bauer, welcher seine Knollen gegen ein bisschen Geld loswerden will, dann tatsächlich dumm aus. Die UNO hat schon angekündigt, dass sie dieses Methode mindestens eine Fruchtperiode lang praktizieren will. So ist sichergestellt, das sich der derzeitige Schwund der noch lebenden Bevölkerung sich demnächst umkehren wird. Danach kann man auch hier von einem Wiederaufbau sprechen.

Nun ist das nicht das Einzige was wieder aufgebaut werden muss. Nach der Katastrophe vermissten Einige gleich schmerzlich eine Armee. Ich persönlich verstehe zwar nicht, warum man zum Zivilschutz eine Armee benötigt. Das hat etwas von der deutschen Afghanistanlogik. Sei es drum, schließlich können die “Helfer” auch dabei “helfen”. Der Mob hält nicht nur das nötige Know-how sondern auch die entsprechenden, schon weltweit ausgiebig erprobten, Ausrüstungsgegenstände bereit. Am Ende wird Haiti wohl auch sicher wieder eine Armee haben. Das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich. Ob es auch einen funktionierenden Katastrophenschutz geben wird ist eher unsicher.

Diese Armee kann sich dann als Ergänzung, Zubehör oder besser Wurmfortsatz all der vielen US-Soldaten betrachten, welche sich gerade in Haiti häuslich einrichten. Denn denen ist es auf Cuba schon etwas eng geworden. Warum nicht 300 Kilometer entfernt noch ein Guantanamo aufbauen. Bietet sich doch an? Ist nicht weit weg, auch eine Insel, noch leichter erpressbar und sogar mit Freizeitmöglichkeiten. Da freuen sich doch die Boys, viel mehr Auslauf und Fickifickibars dazu. So könne sogar Arbeitsplätze für Haitianerinnen entstehen. Wohlstand sicher nicht aber so viel darf man eben nicht verlangen wenn man keine Wahl hat.

Gut, es wird auch Ausnahmen geben. Schließlich werden einige wenige, ganz wenige Haitianer auch ein paar Krümel abbekommen. Sie müssen sich nur ausreichend skrupellos, nein, selbstverständlich marktwirtschaftlich verhalten. Für die sind dann auch wir Deutschen wieder dabei. Denn wer dann wieder was hat, der braucht auch etwas zum Zeigen. Was bietet sich da mehr an als, mit Verbrennungsmotoren getriebene, deutsche Luxuskarossen. Besser noch als Traktoren oder ähnliche Gefährte. Die gefährden doch eher den “Wiederaufbau”.

Wen habe ich denn noch vergessen? Ach ja, Cuba und Hugo Chavez. Nun ich glaube, dass man nur vom USA-hassen nicht wirklich satt wird. Was das “Sattwerden” betrifft so dürften das die Haitianer wohl wissen. Denn gerade die Kubaner sind da nicht unbedingt ein leuchtendes Beispiel. Denn schließlich reisen auch die, genauso wie die Haitianer, nur allzugerne dauerhaft in die so verhasste USA ein.

Als Fazit bleibt also, dass den Haitianern gerade wieder eine Wand aufgebaut wird. Vor diese dürfen sie sich dann stellen, und sich ausplündern lassen. Mehr bleibt ihnen wohl nicht, wenn man einmal vom Abgrund absieht.

[…]

P.S.: Ich habe diesen Beitrag ebenfalls bei ZEI-ONLINE veröffentlicht.

Tags: Politik |

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 jean-clude cornelis // Jan 28, 2010 at 11:02

    great! wie immer ein klasse artikel.

Hinterlasse ein Kommentar