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Jetzt kommt der Ramsauer

Februar 7th, 2010 · Keine Kommentare

Wer kommt? Na der Peter Raumsauer von der CSU. Das ist der Nachfolger von Wolfgang Tiefesse auf dem warmen Stuhl, im Berliner Verkehrsministerium. Was der Tiefensee ist nicht mehr Verkehrsminister? Ja, glücklicher Weise. Was aber nicht viel Unterschied macht. Denn ob nun ein unfähiger Alibiossi oder ein blasser Müllerbursche diesen Posten besetzen bleibt sich, in Betrachtung der sichtbaren Ergebnisse, gleich.

Doch nun ist dem Peter Ramsauer wohl aufgefallen, dass er mal wieder etwas sagen muss. Nicht das wir ganz vergessen wer er ist und das wir überhaupt einen Verkehrsminister haben. Es ist ja nicht so, dass er bisher nichts verlauten lassen hat. Nein nein, einmal hat er sich schon getraut. Er hatte mal angedeutet, dass das mit der Verteilung der Infrastrukturmittel in der Bundesrepublik nicht gerade gerecht ist. Darum forderte er auch eine entsprechende Neuordnung.

Oh ha, da hatte er aber etwas gewagt. Denn das mit dem Aufbau im Osten ist ein ganz heißes Eisen. Daran kann man sich ganz schön die Finger verbrennen. Nicht das es unrichtig wäre, aber es ist im Osten äußerst unpopulär. Dort steht zwar seine Weisswurstpartei nicht zur Wahl. Doch das Kanzler braucht die dortigen Nichtlinkestimmen schon noch. So ein Geplapper kann also auch ganz schnell zum Pöstchenverlust führen. Das hat der Peter aus der Ramsau dann auch ganz schnell gespürt und ist wieder in seiner warmen Höhle verschwunden. Er hat offensichtlich einen guten Instinkt diesbezüglich. Der gleiche Instinkt hat ihm wohl nun auch vermeldet, dass er mal wieder den Kopf aus dem Loch stecken und pieps machen muss. Denn wenn er nicht aufpasst wir er einfach vergessen. Irgendwann weiß keiner mehr,dass wir überhaupt einen Verkehrsminister haben und eigentlich brauchen. Doch diesmal war Peterle etwas schlauer. Er hat offensichtlich auch vom Merkel gelernt. Auf die richtige Themenwahl kommt es an. Also nicht das was wirklich wichtig aber schwierig und heikel ist, sondern ein momentan populäres Ärgernis, an welches man sich morgen sowieso nicht mehr erinnert. Darum sagt er beispielsweise auch nichts zu den Zuständen bei der Deutschen Bahn. Denn das ist viel zu heiß. Und seine Fingerchen haben sich ja gerade erst von der letzten Herdplatte erholt. Das tut man einfach nicht ein zweites Mal. Schließlich warnt der Instinkt ja davor.

Nun hat sich also der Peter Ramsauer die winterlichen Straßenverhältnisse vorgenommen. Die sind nahezu perfekt. Denn für den Winter kann nicht einmal die schwarz-gelbe Notregierung etwas. Die winterlichen Straßenverhältnisse betreffen auch wirklich die meisten Menschen in Deutschland. Das Thema ist also wahrlich populär, wird derzeit an jedem Bier- und Kaffeetisch diskutiert, absolut parteineutral und im Frühling schon längst nicht mehr aktuell.

So und nun kommt also der Pups, Piepser, Entschuldigung ich meinte natürlich die Ankündigung des Peter Ramsauer. Er lässt "prüfen" ob es sinnvoll ist, eine (Achtung!) "nationale Streusalzreserve" anzulegen. Das ist doch wirklich ein Knaller. Also ich meine natürlich die Idee. Schließlich wollen wir hier ja nicht Ehrverletzend werden. Ja und dann noch so ein schönes und patriotisches Wort für eines der dringendsten Probleme der Zukunft. Nationale Streusalzreserve, da steht es doch in jedem Michel gleich stramm. Wir werden für die größte Not gerüstet sein. Denn wenn dereinst unsere Politiker auch die letzten Reserven dieser Nation aufgebraucht haben, um ihre Klientel zu bedienen, dann haben wir wenigstens das Streusalz des Peter Ramsauer. Das werden sie uns sicher lassen. Was soll man damit auch in einem sonnigen Steuerparadies.


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Tags: Politik · Satire

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