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Wenn ich diese Welt schon betrachten muss, dann möchte ich auch etwas dazu anmerken.

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Sehr geehrter Herr Dichand

März 7th, 2010 · 1 Kommentar

Ich gehöre eigentlich nicht zu den Lesern des von Ihnen bedruckten Zeitungspapiers. Denn leider ist meine Zeit viel zu knapp, um sie an derartigen Unsinn, wie den in Ihrer Kronenzeitung zu verschwenden. Außerdem bevorzuge ich als Ausländer dann doch eher die Lügenblättchen meiner Heimat. Auch was die Politik und die Politiker Österreichs betrifft, halte ich mich eigentlich zurück. Ich bin dort sowieso nicht wahlberechtigt, über die Empfindlichkeiten der Österreicher gegenüber einem Deutschen in dieser Problematik bin ich mir auch wohl bewusst und Bedarf besteht bei Weitem nicht. Schließlich werde ich, mit unmöglichen Politikern und deren Machenschaften, ebenfalls ausreichend aus meinem Herkunftsland bedient.

Trotzdem kann ich nicht verhehlen, dass mich die Salonfähigkeit eines H.C. Strache, in Österreich, doch einigermaßen befremdet. Diesen selbsternannte Volkstribun am rechten Rand halte ich persönlich für wesentlich nestbeschmutzender, als die meisten derer die man ansonsten so in Österreich schimpft. Aber wie schon gesagt, es ist Ihre und die Ihrer Landsleute Angelegenheit. Nur einen kleinen Hinweis möchte ich mir noch erlauben. Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen. Aber was da in nach innen noch so schön himmelblau aussieht, ist von außen betrachtet eher bräunlich.

Doch nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Sie als großer Hexenmeister der Meinungsmache und des gnadenlosen Populismus haben natürlich auch einen Zauberlehrling. Dieser nun, genannt Cato, ist zwar nur Ihr Alter Ego. Doch offensichtlich in gewisser Weise schon recht selbstständig. Denn das was Cato, in Bezug auf die Kandidaten zur österreichischen Bundespräsidentenwahl, passiert ist, hätte ich mir von Ihnen eigentlich nicht vorstellen können. Darum ist mir bei der ganzen Causa auch gleich das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe eingefallen.

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben!
Seine Wort’ und Werke
Merkt’ ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu’ ich Wunder auch.

Walle! Walle
Manche Strecke,
Dass, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Das jedenfalls muss sich Cato gedacht haben, nachdem Ihr Wunschkandidat Pröll dann doch nicht von der ÖVP nominiert wurde. Darum ist er dann in Ihrer Kronenzeitung eifrig zur Tat geschritten. Er hat dazu einfach einige Geister der Vergangenheit bemüht. Zwar nicht deren omnipräsenten Hampelmann. Doch aber immerhin des gleichen Ungeistes Kind.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! Walle
Manche Strecke,
Dass, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Es kann ja sein, dass Ihr Cato dachte, diese zweite Wahl wäre nicht ganz so auffällig wie der oberste Stammtischredner dieses Vereins. Doch wenn die KRONE hilft, dann geht es auch mit einer eher unscheinbaren Mutti ganz gut voran.

Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Zu gut, wie Cato und auch wir bald feststellen durften. Denn nun wurde aus der unscheinbaren Mutti plötzlich eine Selbstredende. Da muss sich Cato gedacht haben.

Stehe! Stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Voll gemessen!
Ach, ich merk’ es! Wehe! Wehe!
Hab’ ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behände!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.

Doch der arme Cato. Denn nun ging es ihm tatsächlich wie dem kleinen Zauberlehrling beim großen Goethe. Denn Catos Kandidatin sagte immer weiter ihre Meinung.

Nein, nicht länger
Kann ich’s lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! Welche Blicke!

Oh, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh’ ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Cato versuchte nun zu retten, was wohl nicht mehr zu retten ist. Er distanzierte sich von seinem unheimlichen Geschöpf.

Willst’s am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behände
Mit dem scharfen Beile spalten.

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe!
Wahrlich, brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen
Und ich atme frei!

Ich glaube aber Herr Dichand, Ihr Adlatus hat sich da etwas verschätzt. Denn nun ist die Welt aufmerksam auf das Treiben seiner und Ihrer Geister geworden. Sie schaut zu und ist schockiert. Denn dieses Licht, was dadurch auf Österreich geworfen wird ist nicht so zauberhaft wie ein Sonnenaufgang über den Alpengipfeln. Hinzu kommt noch, dass plötzlich immer mehr Ungeister aus ihren Verstecken hervorkriechen. Denn das was Sie und Ihr Cato salonfähig gemacht haben, betritt nun mit seinem ganzen Anhang den Salon.

Wehe! Wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Mich deucht Ihr Cato hat sich, Ihnen und auch Österreich keinen guten Dienst erwiesen. Denn ähnlich wie bei einem unvorsichtigen Tourengeher hat er eine Lawine losgetreten. Wenn es schon möglich ist, dass demnächst ein Mitglied der FPÖ das höchste Amt der Republik Österreich bekleidet, dann darf man sich wohl auf Einiges gefasst machen. Ich habe da so ein Gefühl, Herr Dichand.

Und sie laufen! Nass und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! Hör’ mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd’ ich nun nicht los.

Ich glaube allerdings nicht, dass hier der “Herr und Meister” der Ungeister noch wirklich handeln kann. Denn Herr Dichand, wären Sie sie sich Ihrer Verantwortung bewusst gewesen, dann wäre es gar nicht zu dieser Situation gekommen. Sie aber spielen gerne mit dem Feuer zwischen den Strohballen. Da unterscheiden Sie sich keineswegs von Ihrem Zauberlehrling Cato. Darum wird es Zeit, dass sich der Verstand und der Anstand in Österreich regt um die entscheidende Formel zu sprechen.

In die Ecke,
Besen! Besen!
Seid’s gewesen!

Ich hoffe, ja ich warte darauf. Es ist einfach zu schade um dieses eigentlich schöne Land.

Wenn Sie jetzt fragen, wo die letzten drei Zeile von Goethes Gedicht bleiben, dann muss ich Sie enttäuschen. Diese habe ich ganz bewusst weggelassen. Weder ein Hexenmeister wie Sie noch irgend jemand sonst darf die für seine Zwecke wieder hervorrufen.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Fuhrmann

[…]

PS :

Ich entschuldige mich hiermit bei dem, von mir hochverehrten Herrn Johann Wolfgang von Goethe. Es tut mir sehr leid, dass ich sein wunderbares Gedicht, Der Zauberlehrling, in derart despektierlicher Art und Weise für meine Zwecke missbraucht habe. Doch es hatte mich einfach so gepackt. Bitte schreiben sie es meinem (manchmal)  unbeherrschten Wesen zu.

[…]

Tags: Briefe an die Anderen |

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 wo kann ich // Mrz 7, 2010 at 18:52

    “Denn nun ging es ihm tatsächlich wie dem kleinen Zauberlehrling beim großen Goethe” - exzellent! ;)

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